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Des Deutschen liebstes
und schnellstes Gericht
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Bockwurst |
Die südlichste
Würstchenbude der Welt in Südafrika,
auf dem Weg von
Kapstadt zum Kap der guten Hoffnung
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Die
Bockwurst ist ein typisch deutsches Fleischprodukt. Sie wurde
ursprünglich zum Bockbier serviert.
Erfunden wurde die Wurst im Jahre 1889 vom
Berliner Gastwirt Richard Scholtz. Die von ihm in seiner Kneipe in
der Skalitzer Straße 46 B, Ecke
Wendenstraße (heute Spreewaldplatz) zum Bockbier servierte Brühwurst
wurde von seinen Gästen „Bockwurst“ getauft. Bockwurst wird in
Deutschland auch unter den Bezeichnungen Knobländer oder Knacker
sowie Rote oder Rote Wurst (v.a. in Baden-Württemberg) angeboten.
Bockwurst wird sehr gern mit Senf gegessen.
Die Bockwurst ist eine Brühwurst, die vor dem
Garen in einem Heißrauch für ca. 30 bis 60 Minuten geräuchert wird.
Dadurch erhält sie ihren typischen bräunlichen Farbton. Als
Ausgangsmaterial legt das Deutsche Lebensmittelbuch Schweinefleisch
und Speck fest. Die Zugabe von Rindfleisch ist zulässig und trägt
zur Erhöhung der Bissfestigkeit bei (Knacker). Fleisch anderer
Tierarten darf nur verwendet werden, wenn in der Verkehrsbezeichnung
des Erzeugnisses darauf hingewiesen wird (z.B. Geflügel-Bockwurst,
Lamm-Bockwurst).
Der fein zerkleinerten Wurstmasse (Brät) wird
eine Schüttung in Form von Eis zugefügt, wodurch die Bockwurst ihre
Saftigkeit erhält. Üblicherweise beträgt die Schüttungsmenge etwa 20
Prozent bezogen auf das Fleisch- und Fettmaterial. Weitere
Inhaltsstoffe sind Nitritpökelsalz, technologisch notwendige Stoffe
(z. B. Kutterhilfsmittel) und Gewürze. Typische Gewürze sind
Pfeffer, Paprika, Ingwer, Macis
und Koriander. Das Brät wird üblicherweise in enge Schweinedärme
(enger S-Darm, Schweinesaitling) gefüllt. Alternativ können auch
Saitlinge vom Schaf oder essbare Kunstdärme (Kollagendärme)
verwendet werden. Der Durchmesser (Kaliber) der Wursthüllen liegt in
der Regel unter 32 mm (meist zwischen 28 bis 30 mm).
Wiener Würstchen
Als Wiener Würstchen
(kurz Wiener, schweizerisch Wienerli) oder Frankfurter Würstel
(österreichisch, meist kurz Frankfurter) bezeichnet man eine dünne
Brühwurst im Saitling
(Naturdarm). Sie ist eine Abwandlung des original Frankfurter Würstchens
und wird im Gegensatz zu diesem aus Rind- und Schweinefleisch
hergestellt.
In
Österreich kann die Bezeichnung Wiener leicht zu Verwechslungen führen,
da hier die Wiener eine Art Schnittwurst ist. Im Schwäbischen, wo sie
oft zu Linsen mit Spätzle gereicht werden, heißen sie Saitenwurst (oft
auch nur als „Saiten“ bezeichnet), werden jedoch in manchen Gegenden
auch Wienerle genannt. In Nordamerika sagt man überwiegend Wiener bzw
Vienna's, aber auch Frankfurter zu dieser Wurst. In Touristenregionen
Italiens, Spaniens und Frankreichs werden sie „Wu(e)rstel“ genannt.
Ein
normales Wiener Würstchen wiegt etwa 50-70 Gramm. Längere Wiener
Würstchen mit etwa 25 Zentimeter werden auch als Sacherwürstel
bezeichnet und haben etwa 85–90 Gramm. Beide Sorten werden üblicherweise
paarweise serviert. Kleinere Tee- oder Cocktailwürstel haben etwa 30
Gramm. Meraner Würstchen schmecken etwas würziger und sind mit
Schinkenstücken gespickt.
Der
Streit um den Ursprung der Würstchen ist alt: In Frankfurt am Main kennt
man die Frankfurter Würstchen angeblich seit dem Mittelalter. Die
Bevölkerung behauptet, auch die Wiener Würstchen seien hier erfunden.
Andererseits hatte Johann Georg Lahner (1772–1845), aus Frankfurt nach
Wien eingewanderter Metzger, ebendort mit einer „Frankfurter“ genannten
Würstchenvariante großen Erfolg, die sich von dort im Lauf des 19.
Jahrhunderts stetig verbreitete. Lahner stammte aus Gasseldorf in der
Fränkischen Schweiz. Er lernte das Metzgerhandwerk in Frankfurt. Anfang
des 19. Jahrhunderts zog er nach Wien und bot ab 15. Mai 1805 in seiner
in der heutigen Neustiftgasse Nummer 111 gelegenen, ein Jahr zuvor
eröffneten Selcherei seine Würstchen an, allerdings mit leicht
veränderter Rezeptur durch die Beigabe von Rindfleisch (heute oft ca.
30 % Anteil). Zu jener Zeit waren zwar in Frankfurt die Schweine- und
Rindermetzger noch streng getrennt, in Wien aber nicht, weswegen Lahner
die Frankfurter Würstchen auf diese Weise herstellen konnte.
Diese
Geschichte ist die Darstellung der Familie Lahner. Das österreichische
Appetit-Lexikon aus dem Jahr 1894 erwähnt Lahner nicht, sondern
schreibt: „Frankfurter Würstchen aus gehacktem Schweinefleisch in
fingerstarken Hammeldärmen sind eine Errungenschaft des 19.
Jahrhunderts, die um 1840 aus Süddeutschland nach Wien kam." Rindfleisch
wird dort nicht erwähnt. Sie wurden im 19. Jahrhundert in Österreich
vorzugsweise mit Meerrettich als Imbiss zum Bier gegessen.
Lebensmittelrecht
Im
Codex Alimentarius Austriacus fallen sie unter die Kategorie B.4.2.1 -
Brätwürste und sind Verkehrsbezeichnungen. Da Sacherwürstel eine
allgemeine Gattungsbezeichnung ist, kann diese jeder verwenden, aber
laut Spruch des OGH
darf nur das Hotel Sacher die Zusätze „echt“ oder „original“ verwenden.
Im Codex werden sie näher als „Sorte 1 a) Frankfurter und andere Würstel
mit hervorhebender Bezeichnung“ und Sorte 1 b) „Frankfurter, Wiener
Würstel, Sacher-, Tee-, Cocktailwürstel und andere Würstel“ eingeteilt.
Überdies werden dort drei grundsätzliche Rezepturen beschrieben.
In
die Brät eines Frankfurter kommen verschiedene Teile Rindfleisch
und/oder Schweinefleisch der Klasse I, Speck der Klasse II, Wasser in
Form von Eis, damit sich das Gut beim maschinellen Rühren nicht zu sehr
erhitzt, und bei Standard-Frankfurtern noch Kartoffelstärke hinzu.
Rindfleisch der Klasse I besteht zu 8% aus Fett und kann folgende
Rinderteile enthalten die jeweils grob von Sehnen befreit sein müssen:
Schlegel oder Keule (bei der Wiener Teilung des Rindes als Knöpfel
bezeichnet) ohne Wadschinken, Roastbeef (Beiried)
und das Hauptteil der Schulter (Dicke Schulter). Schweinefleisch der
Klasse I besteht aus 10% Fett und kann folgende Schweineteile enthalten:
Muskelfleisch vom Hinterschenkel (Schlögel),
der Schulter, dem Rippenstück (Karree), und dem Schweinenacken
(Schopfbraten) grob entsehnt ohne Eisbeinfleisch (Stelzenfleisch). Der
Speck Klasse II ist ohne Rückenspeck und ohne Schwarte und besteht zu
80% Fett. Für Frankfurter mit hervorhebender Bezeichnung mischt man 47
Teile Fleisch der Klasse I, 23 Teile Speck der Klasse II und 30 Prozent
Wasser zusammen. Für normale Frankfurter existieren zwei Rezepte. Beim
Ersten mischt man 42 Teile Fleisch der Klasse I, 25 Teile Speck der
Klasse II und 33 Teile Wasser. Beim Zweiten mischt man 41 Teile Fleisch
der Klasse I und 30 Teile Speck der Klasse II mit 29 Teilen Wasser. Bei
beiden kommt jeweils ein Teil Kartoffelstärke hinzu. Je nach Betrieb
kann die Auswahl der Fleischteile spezieller sein und es kommen
Gewürzmischungen hinzu. Üblicherweise wird Rind- und Schweinefleisch
verwendet, reine Rinder-Frankfurter werden extra so bezeichnet und gerne
von Personen verzehrt, die kein Schweinefleisch essen.
Dieser Artikel steht unter
http://de.wikipedia.org/wiki/Bockwurst und
http://de.wikipedia.org/wiki/Wiener_W%C3%BCrstchen
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