Die
Bezeichnung Aschermittwoch kommt von dem Brauch, in der Heiligen Messe
am Aschermittwoch die Asche vom Verbrennen der Palmzweige des Vorjahres
zu segnen und die Gläubigen mit einem Kreuz aus dieser Asche zu
bezeichnen.
In der
Kirche Galliens wurden – in Anlehnung an die Vertreibung aus dem
Paradies (Gen 3,EU
EU)
– Menschen, die sich einer schweren Sünde schuldig gemacht hatten, am
Anfang der Bußzeit dramatisch gestaltet aus der Kirche vertrieben. Dafür
zogen sie ein Bußgewand an und wurden mit Asche bestreut. Während dieser
Brauch um das Ende des 10.
Jahrhunderts verlorenging, setzte sich die allgemeine Aschenbestreuung
durch, nachdem zunächst einzelne aus Solidarität mit den Büßern die
Aschenbestreuung auf sich genommen hatten. Das erste Gebet zur
Aschensegnung stammt aus dem 11.
Jahrhundert, die Vorschrift, für die Gewinnung der Asche die Palmzweige
des Vorjahres zu verwenden, stammt aus dem 12.
Jahrhundert. Das Aschenkreuz wird meist durch Bezeichnung auf die Stirn
gespendet, alternativ wird die Asche auch in Kreuzform auf den Kopf
gestreut.
Mit diesem
Ritual soll der Mensch an seine Vergänglichkeit erinnert und zur Umkehr
aufgerufen werden. Der Priester oder Diakon spricht bei der Bezeichnung
mit dem Aschenkreuz die Worte: „Gedenke Mensch, dass du Staub bist, und
zum Staub zurückkehrst“ (Genesis 3,19)
(bzw. lateinisch: „Memento homo, quia
pulvis es, et in
pulverem reverteris“) oder:
„Kehrt um und glaubt an das Evangelium“ (Mk.
1,15). In der katholischen
Kirche ist der Aschermittwoch ein strenger Fast- und Abstinenztag.
Der
Aschermittwoch stellt zugleich auch das Ende der Karneval- Fastnachts-
und Faschingszeit dar. In der Bibel wird der „fleischlich“ gesinnte dem
geistlich gesinnten Menschen entgegengestellt (z. B.
Röm
8,5
EU).
Der auch symbolisch durch Fasten vollzogene Abschied vom Fleisch in der
Fastenzeit soll helfen, sich auf das geistliche Leben und somit auf Gott
zu besinnen.